Seminare - zur Vorbereitung und Qualifizierung

Das vorbereitende und qualifizierende Seminar im Wintersemester 2011/12

Konzepte der Werteerziehung

Kinder und Jugendliche bewegen sich im Spannungsfeld von Familie, Schule, Medien und Peers. Die Wertevermittlung und Wertesozialisation unterliegt somit unterschiedlichen Einflussfaktoren. Der Wertekanon im Bereich von Schule manifestiert sich im Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule: "Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung. Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zur Verantwortung für Tiere und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und zur Friedensgesinnung." (SchulG NRW §2(2))

Im Seminar werden die Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen der schulischen Werteerziehung sowie Perspektiven auf konkrete Handlungsansätze im Rahmen von Schule und Unterricht thematisiert. Es werden zudem Möglichkeiten eröffnet, die im Seminar erworbenen Inhalte auf Basis eines ehrenamtlichen Engagements in einem berufsrelevanten Praxisfeldes handlungsorientiert zu erproben und vertiefend zu reflektieren ("Service learning"). Bei Erfüllung der Voraussetzungen kann über Uniaktiv ein Zertifikat über das geleistete bürgerschaftliche Engagement im Sinne des "Service learning" ausgestellt werden.

Das vorbereitende und qualifizierende Seminar im Sommersemester 2010

Fallmethode und Fallverstehen. Rekonstruktive Fallarbeit als selbstreflexiver Professionalisierungsprozess

"Eine entsprechende hermeneutisch-interpretative Kompetenz des Fallverstehens kann in der Lehrerausbildung durch Fallarbeit erworben werden, indem die objektive Sinnstruktur einer Interaktion aus dem jeweils subjektiv gemeinten Sinn rekonstruiert wird." (Blömeke, 2002, S. 256)

Das Seminar führt demnach in qualitative Verfahren ein, wie sie in der rekonstruktiven Sozialforschung Anwendung finden: Narratives Interview, Objektive Hermeneutik (Sequenzanalyse), Dokumentarische Methode, qualitative Inhaltsanalyse. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit ausgewählten Fallstudien aus der qualitativen Schulforschung und der Jugendforschung im Kontext von Anerkennungsproblematiken, Mobbing/Ausgrenzungserfahrungen und jugendspezifischer Gewalt.

Fallarbeit ist immer auch "Beziehungsarbeit". Prozesse von Übertragung und Gegenübertragung müssen im Forschungsprozess ebenso wie innerhalb der konkreten Fallarbeit reflektiert werden. Dies wird durch ein begleitendes Coaching nach systemischen Grundsätzen gewährleistet, wenn Studierende im Sinne von Service Learning als Mentoren und Fallberater ehrenamtliche Krisenintervention und Krisenprävention leisten in Kooperation mit Schulen oder Trägern der Jugendhilfe und weiteren Initiativen und Organisationen. Die Fallarbeit schließt mit einem NRW-Zertifikat von Uniaktiv über das geleistete Engagement im sozialen Praxisfeld ab.

Das vorbereitende und qualifizierende Seminar im Wintersemester 2009/2010

Schule und Bildung im Wandel. Inkl. Service-Learning-Komponente "SchülerInnen-Patenschaften" (Schülerhilfeprojekt)

Das Seminar thematisiert ausgewählte Aspekte und Konzepte von und zu Schule und Bildung. Dabei wird aus historischer und aktueller Perspektive der Wandel des Bildungssystems exemplifiziert. Berücksichtigt werden Strukturprobleme der Schulentwicklung im Spektrum von Bildungsstandards, Schulkarrieren, Schülerbiographie sowie die Auswirkungen von Gewalt und ihrer Begegnung in Theorie und Praxis.

Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit sich im Rahmen von "Service Learning" in einem berufsbezogenen Praxisfeld ehrenamtlich zu engagieren und damit Inhalte des Seminars praktisch zu vertiefen. Angedacht sind SchülerInnenpatenschaften im Sinne eines Schülerhilfeprojekts als Interventions- und Präventionsmaßnahme bzw. zur professionellen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen bei schulischen, familiären und anderen Problemen.

Grundkenntnisse zur Entwicklung des Bildungssystems in Deutschland, zur Reformpädagogik, zur (Neuen) Theorie der Schule (H. Fend), zu Sozialisationstheorien und zur Entwicklungspsychologie sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar und werden im Rahmen der Veranstaltung entsprechend vertieft.


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